Sicherheit

Sicherheit

Heute darfst du es dir einfach bequem machen und meinem Blogbeitrag lauschen.

Sicherheit gibt es im außen nicht

von Claudia Schwab

Alle Lösungen finden wir in uns innen. Geh auf deine Helden*innenreise.

Ich kann meine Audio dir auch ganz kurz vermitteln.

Alte Welt:
Dein Problem: zu lang gewachsener  Zehennagel.
Du suchst deine Lösung im Außen, Fußpflege. Alle Fußpflegestudios sind ausgebucht.

Du jammerst, bekommst immer mehr Schmerzen, beschimpfst die Studios und fühlst dich als Opfer und alleingelassen. Mimimimiii.

Zehennagel wächst ein und du kannst vor Schmerzen gar nicht mehr gehen und schuld sind (natürlich) die anderen.

Neue Welt:
Dein Problem: drückender Zehennagel.
Du suchst deine Lösung im Außen, Fußpflege. Alle Fußpflegestudios sind ausgebucht.

Du beginnst zu recherchieren, liest dich durchs Internet und ein paar Bücher. Zuversichtlich besorgst du dir alles, was du benötigst, und legst los, um deinen zu lang gewordenen Zehennagel selbst zu schneiden. Du bist in deine eigene Verantwortung gegangen, hast deine Möglichkeiten ergriffen und sitzt nicht ohnmächtig und hilflos in der Gegend rum.

Ich beglückwünsche dich.

Nicht gut genug

Nicht gut genug

Wie wird ein Glaubenssatz geboren?
Es kann dich immer und überall erwischen, ob als Kind, Jugendlicher und Erwachsener, einfach durch ein Erlebnis, und das ist auch der Geburtsmoment. Vor allem, wenn das Erlebnis für dich eine entsprechende Bedeutung hat und du daraus deine Schlussfolgerungen ziehst.
Ich nehme mal den Glaubenssatz, den so gut wie jeder hat:

„Ich bin nicht gut genug.“

Was passiert jetzt, genau in diesem Augenblick, wo du ihn liest? Was fühlst du? Was spürst du in deinem Körper? Hältst du den Atem an? Nickst du vielleicht?
Kommt er dir bekannt vor?
Ein Satz, der in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Lebens sein Unwesen treibt. Woher kennst du dieses Gefühl oder den Gedanken? In deiner Partnerschaft? Beim Geld? Bei deinem Erfolg? Bei deinen Eltern? Prinzipiell in deinem Leben?

Deine Glaubenssätze beeinflussen deine Sicht auf die Welt und andere Menschen

Spürst du Reaktionen in deinem Körper? Einen Druck auf der Brust oder deinem Bauch?
Beobachtest du nur Gedanken? Gedanken, die dir „schaden“, zeigt dein Körper sehr deutlich.
Falls du nichts spürst und der Gedanke dir vollkommen fremd ist, dann kannst du sofort aufhören zu lesen.
Ansonsten stell dir doch mal die Frage, warum du für etwas oder jemanden nicht gut genug sein solltest. Na, was kommen für Antworten? Weil du nicht intelligent genug bist? Nicht schön genug? Nicht fleißig genug? Nicht sportlich genug? Nicht jung genug?
Woher weißt du das? Aus deiner Vergangenheit.

Nichts kommt von außen – alles kommt von innen

Es bedeutet, du hast in deiner Vergangenheit ein Erlebnis gehabt, was eine große Bedeutung für dich hatte, und in dieser Situation hast du „gelernt“: Ich bin nicht gut genug.
War es ein Erlebnis in deinem Kindergarten, deiner Schule? Hat deine Mutter, dein Vater etwas nicht für gut genug befunden, obwohl du dich voll reingehängt hast? Kamst du bei deinem Schwarm nicht an, weil du nicht schön genug warst?
Das hat dich sicher erschüttert, geschockt oder verwundert. Du hast emotional darauf reagiert und hast es geglaubt.

Und schwupps ist er geboren, dein Glaubenssatz:

Ich bin nicht gut genug.

Du glaubst es bis heute.
Wenn du in der Situation, darüber hättest lachen können, mit einem Abwinken die Situation hättest stehen lassen können, dann wäre der Satz nicht in deinem Körper eingespeichert und würde jetzt nicht immer in ähnlichen Situationen getriggert werden.
Aber so hast du der Person, wer immer es war, alles für wahr abgekauft.
Du hast dich vielleicht oft gefragt, was mit dir nicht stimmt und nicht ganz richtig ist. Du hast beobachtet, wie andere es machen, und glaubst, durch Nachmachen wirst du gut genug sein. Du drehst und wendest dich, um akzeptiert zu werden. Doch wenn du in dein Leben schaust, funzt es nicht und so sammelst du deine „Beweise“, dass du nicht gut genug bist – sogar im Nachmachen nicht. So gräbt sich der Glaubenssatz immer mehr in dich, deinen Körper und in deine Gedanken. Du vergiftest dich selbst damit und dass du nicht gut genug bist, ist dir inzwischen sehr vertraut.
Egal, in welchem Bereich deines Lebens der Glaubenssatz sein Unwesen treibt, du hast die Möglichkeit, ihn aufzulösen.
Ist er bei dir im Bereich von Erfolg und Geld? Dann schau mal hier:

Ich bin gut genug – für alles und jeden.

Erfühlend zur Erfüllung

Erfühlend zur Erfüllung

Wusstest du, dass dein Unbewusstes weiblich ist und unser Tagesbewusstsein männlich?

Schon allein deswegen kannst du deine Konditionierungen nicht mit deinem Verstand heilen, egal wie viel du „verstehst“. Du weißt ja, Konditionierungen sind deine Programme, die in dir laufen, egal, wo du bist, wo du hingehst oder stehst. Auch wenn du dich auf den Kopf stellst, sind sie da und rutschen auch nicht irgendwo raus.

Wir glauben auch tatsächlich: Wenn wir Single sind, wenn ich einen Partner, eine Partnerin habe, dann geht es mir besser, dann bin ich glücklich.

Das gleiche Spiel mit Geld: Wenn ich Summe XY habe, dann fühle ich mich reich und alles ist gut.

Was für eine Illusion

Du nimmst dich, wie du innen konditioniert bist, auch da mit hin. Du bist dann nicht auf einmal ganz anders – warum denn auch? Vielleicht wird die ein oder andere Bedürftigkeit gestillt und es stillt dich kurzweilig, doch eine Veränderung im inneren findet nie durch das außen statt.

Hast du vor deinem Erfolg schon Angst Geld zu verlieren, dann wird der Erfolg dir die Angst noch mehr freilegen, es zu verlieren. Du musst dein inneres auf diesem Weg verändern, doch noch „gescheiter“ wäre es, es vorher zu verändern. Aus meiner Erfahrung ist es dann auch egal, was dann passiert, du kannst dann mit unterschiedlichen Situationen zufrieden und glücklich sein. Denn das Leben ist ja Bewegung und es geht nie nur Bergauf.

Schau mal ganz ehrlich bei dir hin, schau in deine Situationen, wo du kein Geld hattest, und welche stressigen Gedanken hast oder hattest du? Dann erinnere dich, wenn du Geld hast/hattest, warst du befreit von stressigen Gedanken mit Geld oder kam die Angst, der Stress was ist, wenn du es ausgibst und gerade nicht ersichtlich ist, ob wieder eins reinkommt?

Siehst du sie schon, deine Geldprogramme?

Wo hast du dann herumgeschraubt?
Am Geldhahn – ich darf jetzt nichts ausgeben? Dir ist sicher nicht bewusst geworden: Oh, ich habe Geld und fühle mich jetzt nicht wirklich glücklich, obwohl ich das von reichen/wohlhabenderen Menschen immer denke. Dir ist sicher nicht bewusst geworden, dass Geld nicht der Auslöser für Glück und Zufriedenheit sein kann. Übrigens, auch nicht eine brave Partnerin/ein Partner, der dir jeden Wunsch erfüllt.

Wenn du immer nur an der Veränderung im Außen herumschraubst, egal in welchem Bereich, ich bleibe mal beim Geld, dann lebst du immer im Defizit. Sonst würdest du nicht denken: Ich brauche noch etwas/mehr, bevor ich glücklich/zufrieden sein kann.
Es rattert ein Programm nach dem anderen: Was darf ich mir kaufen? Wann darf ich mir das kaufen? Das ist sinnvoll, dann darf ich es mir kaufen/leisten. Ist ja für mein Business, dann ist es ok., so viel Geld auszugeben. Das darf ich mir kaufen und XY darf ich mir nicht kaufen. Ich muss hier etwas kürzen, um mir das andere leisten zu können. Wo lässt du Rechnungen umschreiben für die Steuer? Wo schaust du, dass du ja Rabatte bekommst? Wälzt du alle Prospekte, um zu schauen, wo es billig ist? Wann sagst, du: „Wenn ich das jetzt ausgebe, dann habe ich wirklich kein Geld mehr“ obwohl du eins hast? Deine Geldprogramme laufen immer aus dem Defizit und Mangel heraus.

Immer aus dem Defizit und Mangel heraus

Es gibt Menschen, die regen sich über andere, die Geld für etwas verlangen, auf oder lästern über wohlhabende Menschen. Dann reden sie in diesem Moment nicht über die Reichen oder denjenigen, der sich traut, Geld zu verlangen.

Nein, sie offenbaren sich selbst und ihre Haltung gegenüber dem Geld und den Menschen. Bei so etwas ganz Banalem beurteilen sie diese Menschen. Doch das muss einem erst einmal bewusst werden, dann kann an der Geldprogrammierung etwas geändert werden. Ob du dann danach mega vermögend sein wirst, kann ich nicht sagen, doch du wirst danach auf jeden Fall keinen Stress mit Geld mehr haben, egal wie viel Geld du hast, und das ist Gold wert.

Im Retreat haben wir nichts anderes gemacht, als die Gedanken, von den Gefühlen, die nichts anderes als Körperempfindungen sind, zu entkoppeln. Dabei konnten die Teilnehmer beobachten, dass die Körperempfindungen sehr wenig mit den Gedanken zu tun hatten, außer sie wurden durch die Gedanken erschaffen. Übersetzt bedeutet das, es wurde erkannt, dass ein schöner und ein negativer Gedanke, das gleiche Körpergefühl hervorgerufen haben. Dadurch, dass es kaum jemand wirklich so tief reflektiert, stammeln wir unbewusst einfach immer irgend einen Quatsch in die Welt und glauben den dann auch noch, handeln danach und strampeln uns ab. Dabei haben wir in so einem Moment eine Körperempfindung, die evtl. noch nicht einmal von uns ist, sondern einfach in unserer DNA von unseren Eltern angelegt ist. Also, lebe ich etwas, was ich bis jetzt nicht einmal bin, und habe permanent Stress in meinem Leben.

Wir sind ständig im Widerstand, was jetzt gerade ist, und weigern uns jedoch permanent, ehrlich hinzuschauen. Lieber melden wir uns zum nächsten Workshop an, wo uns in 6 Wochen ein 5-stelliges Einkommen versprochen wird, für schlappe 25.000 € oder etwas anderes im Außen, um nur ja nicht nach innen zu gehen und zu schauen, weil uns das zu lange dauert. Es muss schließlich Geld hereinkommen. Viel Erfolg, wünsche ich dir.

Glück ist für mich inzwischen – vorübergehende Gedankenfreiheit

Falls du in dich schauen willst, deine Geldprogramme erkennen und fühlen möchtest, dann lade ich dich zu einer 5-tägigen Spritztour in dein Innerstes ein.
Deine Vibrationen vom Stress mit Geld ehrlich anzuschauen, denn du kannst nur diese Energie wieder empfangen.

Ich bin bei der Spritztour dabei

Erst erfühlen, um erfüllt zu sein.

 

Katastrophen – Crisis – Tragödien

Katastrophen – Crisis – Tragödien

Im Grunde wollte ich ja vom Retreat am Gardasee berichten, doch ich fand einfach keine passenden Worte dafür. Das Retreat muss man erlebt haben und lässt sich kaum in Worte fassen. Ich kann es mit einem Satz (vielleicht) ausdrücken. Mir wurde sehr bewusst, was es wirklich bedeutet, dass wir nur das Hier und Jetzt haben. Ein Verweilen im Früher oder Später ist sinnlos. Ok. Jetzt waren es doch zwei Sätze.

Als ich dann am Freitagabend, nach gefühlten Wochen, mal wieder Nachrichten geschaut habe, war ich schockiert. Die Durchsagen von Lucas zu unserer Zeitqualität sind so schnell eingetroffen. Und weil wir ja alle in unserem Leben, gelegentlich in solche Situationen kommen, wo alles weg ist, handelt mein Blogartikel heute von diesen Situationen.

Katastrophen – Crisis – Tragödien

Katastrophen geschehen bestimmt tagtäglich auf unserer Welt. Es gibt die persönlich „kleinen“ Krisen und Tragödien im Leben eines Menschen und dann gibt es die „Krisen und Dramen“ im größeren Ausmaß.

Ich für mich kann dabei immer beobachten: Die Distanz ist ein wichtiger Faktor. Etwas, was weiter weg ist, berührt mich nicht so, wie wenn es eben wie jetzt in Bereichen ist, wo ich sehr viele Menschen kenne. Für mich ist es schwer, Mitgefühl für etwas zu haben, was irgendwo am anderen Ende der Welt geschieht, außer, es sind Menschen dabei, die ich auch kenne, oder ich an diesen Orten schon war. Doch wenn sich ein Drama eben um mich herum abspielt, dann bin ich sehr betroffen. Ob es dann um die „kleine Krise“ eines Menschen geht oder ob es eine größere Tragödie im Außen wie jetzt ist.

 Letztendlich ist es nicht wichtig, wodurch wir alles verlieren. Es kann auch die Trennung, Scheidung, der Tod von einem Partner sein und alles ist weg, was zuvor ein Zuhause (Haus), eine Sicherheit, ein Leben oder auch wichtige Gegenstände waren. Auch durch heftigste Erkrankungen verliert man vieles und es fühlt sich für die Betroffenen ebenfalls wie eine Naturkatastrophe an. Eine meiner leider inzwischen verstorbenen Kundinnen, hat ihr ganzes Leben durch den Sohn verloren. Im Drogenrausch hat er seine Freundin erstochen. Die Ehe hielt dieses Drama nicht aus. Keiner wollte mehr in dem Haus leben und es ließ sich auch nicht verkaufen. Der Schicksalsschlag war so groß und erschütternd für sie, dass sie dadurch an Krebs erkrankte und starb.

Aus und vorbei

Ja, angesichts solcher Vorkommnisse, kann man das Gefühl haben, es ist alles vorbei und alles ist verloren. Doch es ist nicht wirklich wahr, denn das Leben geht weiter. So anstrengend, emotional und schwer es erst mal ist. Vielleicht kennst du solche Situationen: Es passiert in deinem Leben etwas und du bist irgendwie geschockt, denn die Welt dreht sich unbekümmert weiter, obwohl es dir gerade den Boden wegreißt.

Ich habe mich zweimal von Ehen getrennt in meinem Leben. Zweimal Häuser aufgegeben, in denen ich zu Hause war. Zweimal Beziehungen mit allem Drum und Dran aufgelöst, die mir scheinbare Sicherheit gegeben haben. Doch für mich machen Gegenstände kein Zuhause aus. Mein Glück ist nicht an einen Ort oder ein Haus gebunden. Ich habe ganz andere Werte.

Den Wert und die Bedeutung gebe ich den Dingen und so sind wir selbst der entscheidende Faktor. In meiner Krise konnte ich genau beobachten, dass es an mir liegt, ob ich meine zweite Trennung aus meiner Ehe, die Trennung von bestimmten Menschen, die scheinbare Freunde waren,  als einen Zusammenbruch, ein Ende oder einen Neubeginn sehe. Ich habe irgendwann entschieden, nicht mehr auf das Verlorene zu blicken und das zu bejammern (was zuerst allerdings notwendig ist, denn der Schmerz muss raus), sondern mich darauf zu konzentrieren, Neues zu beginnen.

Wir sind die Sicherheit und unser Zuhause selbst.

Wir sollten uns immer bewusst sein: Jederzeit können wir neu beginnen. Wir sind nie an Orte, Besitztümer oder Situationen gebunden. Wenn der Boden unter uns wegbricht, dann können wir woanders hingehen. Wir suchen uns einen stabileren Boden und beginnen von Neuem, mit dem Vertrauen in uns selbst, mit dem, was wir alles können und bis hierhin schon geschafft und bewältigt haben. Alles, was uns wundervoll und wertvoll ausmacht, kann weder von Wassermassen weggeschwemmt werden noch kann eine Trennung hinwegreißen. Wir sollten unsere Werte als Fundament unseres Lebens betrachten und das ist unerschütterlich und darauf können wir immer wieder neu aufbauen. Deswegen kann uns auch kein Coronavirus trennen, wenn wir uns auf unsere Werte weiterhin fokussieren.

Oh ja, ich kenne auch die Einwände, die sich sofort als „Ja, aber“ zeigen, wenn wir uns gerade inmitten einer Krise befinden. Da bäumt sich der Schmerz in uns auf und will davon erst mal gar nichts hören und wissen. Bei einem selbst ist es immer besonders schwer, besonders arg, ohnehin das Schlimmste und ganz anders als bei den anderen. Wir sind immer ein ganz besonders (schwerer) Fall.

Doch für mich waren diese Gedanken, dass ich an keinem Haus hängen muss und meine Werte sehr wertvoll, um mich aus meiner Trauer heraus auf den Weg zu machen.

Dafür brauchen wir Ruhe und Zeit, um Geschehenes zu verarbeiten. Es ist wichtig, sich vom Schock zu erholen und sich und sein Leben dann neu zu sortieren. Doch meine wichtigste Erkenntnis in meiner Krise war, mich selbst und mein Leben nicht aufzugeben. Es gab kein Geheimrezept, keine spektakuläre Antwort, sondern nur die Erkenntnis: Ich mache einfach weiter.

Was immer geschieht in unserem Leben, es geht tatsächlich immer weiter. Mach du also auch weiter. Egal, wie schwer es erst mal sein mag. Ich kann bestätigen, es lohnt sich, ich habe es erlebt.

Ich wünsche dir gutes Gelingen.

Nicht schon wieder

Nicht schon wieder

Was, schon wieder die gleichen Themen?

Vergangenen Freitag gab es wieder von Lucas Aussagen zur Zeitqualität und ich verstehe es vollkommen, wenn mancher die großen spektakulären Neuigkeiten erwartet hat. So scheinbar Wichtiges für seinen Intellekt.

 Ich war früher ganz genauso, ständig diese Unsicherheit, nicht genügend zu wissen und zu wenig Informationen zu haben. Solange ich nicht meinen Mentor und meine Coachingfrau hatte, ging ich so durchs Leben. Immer innerlich nach mehr. Leider verstand ich auch noch nicht alles richtig, was das Geistige so von sich gab. Gott sei Dank hat sich das bei mir geändert und ich habe inzwischen so viel mehr verstanden.

Willst du auch immer noch mehr wissen und hast bestimmte Vorstellungen, was da gefälligst für Informationen zu kommen haben? Wenn du jetzt ganz ehrlich zu dir bist, so wie ich damals begonnen habe, ehrlich zu mir zu sein, dann willst du nämlich die Informationen hören, die dich bestätigen. So in etwa: Alles ist gut, wie es ist in deiner kleinen Welt, und den Rest macht schon irgendwer im Außen, dass es für dich wieder oder weiterhin schön moggelig anfühlt. Hauptsache, bei dir bleibt alles gleich und du musst deinen Hintern nicht bewegen.

Doch was macht eine/n gute/n spirituelle/n Mentor/in aus? Dass er oder sie ständig Neues von sich gibt?
Nein, das sind für mich Lehrer im herkömmlichen Sinn. Ich habe auch von der geistigen Welt immer mehr und tiefer verstanden, es geht viel mehr darum, dich immer wieder bewusster zu machen, was dich von deiner Wahrheit und deiner inneren Freiheit trennt.
Deswegen sind Worte vom Geistigen oder wenn ich in meinen Gruppen zum 100sten Mal auffordere „Fühle dein Gefühl zu Ende“ oft so richtig langweilig.
Ja, es ist nicht spektakulär. Viel lieber willst du mit deinem Regenbogentuch um einen Baum tanzen und hoffst, dein Problem hat sich danach gewandelt. Oft glauben wir das auch noch. Leider wandelt sich nichts, denn deine Gedanken sind immer noch laut, geschwätzig und aufdringlich, obwohl du doch so etwas Spektakuläres gemacht hast. Du bist so mega um den Baum herumgetanzt und was du dabei noch alles wahrgenommen hast.

Ja, dein spirituelles Ego ist da voll in seinem Element.

Anders ist es, wenn du wirklich im Inneren einen Schritt tiefer zu dir wieder herangehst, tiefer in dein wahres Sein eintauchst und eben so etwas Unspektakuläres tust wie „dein Gefühl zu Ende fühlen“, wenn du keine Ausweichhandlungen mehr machst.

Da wird es ruhig in dir, deine Gedanken, die jetzt auftauchen, sind dann Gedanken aus deiner Kraft. Übrigens, genauso unspektakulär, doch so nährend. Es ist die Kraft, die dich transformiert, die deinen Körper heilen, unsere Welt heilen und retten wird.

Gerade jetzt ist es für jeden von uns wichtig, uns nicht in der Welt außen zu verlieren.

Wir sind immer mehr im Außen, je mehr wir den Kontakt zu uns selber verloren haben. Je mehr der Kontakt zu uns weg ist, umso lauter ist es in uns, in unserem Kopf. Dann braucht er ganz viele Informationen und Wissen. Wo sollte er sich denn sonst festhalten? Die Berührung zum eigenen Inneren wird nicht mehr wahrgenommen, da sind die Halteschlaufen dann eben Wissen und Informationen.

Kannst du dir vorstellen, das Stille in Wirklichkeit dein wahres Wesen ist?

Dass das dein „Ich bin“ ist?            „Ich bin“ Retreat am Gardasee

In deiner, dieser Stille bist du und du bist so sehr präsent in diesem Augenblick in diesem Raum.

Mach es doch mal anders, tanze nicht um den Baum, sondern setze dich vor den Baum oder lehne dich an ihn und nimm seine Stille und deine Stille wahr. Selbst wenn Unruhe um dich herum ist, du kannst trotzdem deine Stille und die des Baumes wahrnehmen. So entsteht Stille in dem Lauten. Du gehst über den Widerstand des Lauten hinaus und bist in dem viel größeren Raum der Bewusstheit und des Bewusstseins.

Sollte dein lauter Verstand beim nächsten Mal wieder toben, weil er doch so viel Wissen und Informationen braucht, dann erinnere dich doch an die Situation mit dem Baum, nicht um den Baum herumtanzen, sondern sitzen und wahrnehmen in deiner inneren Stille. Wahre Intelligenz ist in der Stille zu Hause und wirkt von hier aus.

Vielleicht hast du jetzt eine Ahnung, warum ich mich so sehr auf mein Retreat „Ich bin“ am Gardasee freue, genau, weil es für meinen Verstand so stinke langweilig sein wird.

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