64archetypische Energien und ihre Botschaften

Archetypen 49 – 64

Jeder Schatten von uns ist wie ein Stück Kohle, durch deine Hin- und Zuwendung, gestaltest du einen Diamanten mit all seiner Schönheit.

Egal, ob ein Schatten schwer zu fassen und in einigen Situationen auch hinterhältig sein kann – vergiss nie, er ist auch heilig, wenn du lernst ihn anzunehmen. Deine Haltung, die du deinem Leiden gegenüber einnimmst, entscheidet letztlich darüber, ob dein Schatten dir und der Menschheit dient oder nicht.

 

Kontemplation ist einer der sanftesten und machtvollsten Wege, um eine tiefe Transformation in deinem Leben anzustoßen.
Die Fragen, ganz einfach gestellt, sollen dich dabei unterstützen, deine Erkenntnisse mithilfe einfacher Handlungsvorschläge in dein Leben zu integrieren.
Die Handlungsvorschläge zu den 64 archetypischen Energien kommen Stück für Stück in den Mitgliederbereich.
Hier erst einmal die Fragen, stelle sie dir, wenn du ein schmerzliches, unangenehmes oder „verbotenes“ Gefühl wahrnimmst:
Schiebst du das Gefühl weg?
Beurteilst du es?
Fühlst du dich als Opfer?
Gibst du jemand anderem die Schuld?
Kannst du es einfach annehmen, wie es ist?
Kannst du zulassen, es vollständig zu fühlen – es mit offenem Herzen durch dich hindurchfließen zu lassen? Dein Gefühl zu fühlen ohne Gedanken dazu?
Kannst du dich vertrauensvoll darauf einlassen und einfach nur atmen – da, wo du es in deinem Körper fühlst?

 

 

 

Solange du deine eigenen Stammesangehörigen als gut und andere als schlecht ansiehst, bleibst du ein Gefangener des Schatten 49. Genschlüssels.

   Gabe: Revolution
       Schatten: Reaktion
    Siddhi: Neugeburt

Fragen zur Kontemplation:

Gibst du Harmonie den Vorzug vor Lebendigkeit, Tiefe und Ehrlichkeit?

Stößt du Menschen häufig weg, bevor sie dir zu nahe kommen?

Lehnst du Menschen ab, bevor sie die Chance haben, dich abzulehnen?

Wenn du dich das nächste Mal emotional getriggert fühlst und versucht bist, darauf anzuspringen, zurückzuschlagen oder jemanden abzulehnen, dann frage dich: „Fühle ich mich abgelehnt? Habe ich Angst davor, abgelehnt zu werden?“

Was ist die liebevollste, revolutionärste Tat, die du heute tun kannst?

Das Gleichgewicht kann verloren gehen, aber Harmonie ist stets vorhanden und unendlich.

 

   Gabe: Gleichgewicht
     Schatten: Korruption
Siddhi: Harmonie

Archetyp 50 - Gleichgewicht

von Claudia Schwab

Fragen zur Kontemplation:

Hängst du daran fest, im „System“ zu arbeiten – oder auch dagegen anzuarbeiten?

Steht deine soziale Verantwortung manchmal deiner Kreativität im Wege?

Hast du dich jemals von Macht blenden lassen oder warst Teil eines korrupten Systems?

Denk an eine Zeit, in der du dich besonders kreativ, verspielt oder frei gefühlt hast. Wo warst du? Was hast du gemacht? Wer war bei dir?

Was kannst du tun, um dich mit der Erfahrung von Harmonie zu verbinden?

Kreative Initiative ist der Weg jedes menschlichen Geistes. Jeder von uns muss an irgendeinem Punkt in seinem Leben ausgetretene Pfade verlassen und in die unkartierte Wildnis des eigenen Herzens vorstoßen.

Gabe: Initiative
       Schatten: Aufruhr
     Siddhi: Erwachen

Fragen zur Kontemplation:

Sorgen deine Ängste dafür, dass du aufgewühlt oder hoffnungslos bist oder dich anderen gegenüber verschließt?

Schreckst du vor dem Leben zurück? Oder gehst du sehr häufig Risiken ein?

Steht dein Konkurrenzdenken erfüllenden Beziehungen im Weg?

Hast du es schon einmal erlebt, dass dir jemand feindlich gegenüberstand und du wusstest nicht warum?

Denk an einen Moment, an dem du dich deiner Ängste gestellt und einen Durchbruch erlebt hast. Wovor hattest du Angst? Was und wer haben dir Mut gemacht?

Welchen Sprung bist du gerade aufgerufen zu tun? Finde kreative Möglichkeiten, das Unbekannte zu erkunden.

Je selbstloser deine Absichten sind, umso machtvoller werden sie sein.

             Gabe: Zurückhaltung
      Schatten: Stress
                  Siddhi: Kosmische Ruhe

Archetyp 52 - Zurückhaltung

von Claudia Schwab

Fragen zur Kontemplation:

In Bezug auf was fühlst du dich am ehesten rastlos und ungeduldig?

Wo fühlst du dich am ehesten festgefahren?

Auf welche Weise erlebst du Stress? Wie drückt sich das aus?

Zeigt dein Körper derzeit Symptome eines Burn-outs?

Erinnere dich an eine Zeit, in der du Zurückhaltung geübt hast und es sich ausgezahlt hat?

Denke an ein aktuelles Projekt. Wie kannst du ihm neuen guten Willen und eine liebevolle Intuition einflößen?

Auf welche einfache Weise kannst du dich heute mit Stille und Ruhe verbinden?

Welches Wachstum geht über deine Komfortzone hinaus – es überschreitet immer wieder die zuletzt gezogene Grenze.

      Gabe: Expansion
       Schatten: Unreife
      Siddhi: Überfluss

Fragen zur Kontemplation:

Überfällt dich manchmal Traurigkeit?

Schottest du dich von der Welt und neuen Erfahrungen ab?

Beginnst du häufig Dinge und schließt sie nicht ab?

Gibt es einen Teil deines Lebens, dem du entwachsen bist? Hast du Angst, ihn loszulassen?

Wächst du zu schnell? Geht dein Wachstum auf Kosten deiner Lebensbalance?

Wenn du keine Angst hättest über deine Komfortzone hinauszugehen, in welchem Bereich würdest du sie gerne stärker ausdehnen?

Gier ist eine Energie, die ihre eigene Integrität opfert, um das Gewünschte zu bekommen, und das ist ihr Untergang.

   Gabe: Bestreben
  Schatten: Gier
    Siddhi: Aufstieg

Fragen zur Kontemplation:

Wo ist dein Leben in Fluss? Wo hältst du dich zurück?

Leidet deine Integrität unter dem Ehrgeiz und Bestreben?

Hat der Wunsch Dinge zu besitzen und anzuhäufen in deinem Leben Oberhand gewonnen?

Hast du deine Ambitionen aus Enttäuschung fallen gelassen?

Hält deine Ablehnung des Materialismus dich davon ab, Dinge zubekommen?

Wie könntest du dich dafür öffnen, mehr von anderen anzunehmen?

Mache eine Bestandsaufnahme von allem, was du hast. Wo gibt es Überfluss? Finde drei Dinge, die du heute verschenken oder umverteilen kannst.

Erst ganz zum Schluss, wenn wir die Hoffnung auf Erlösung nahezu aufgegeben haben, kommt die Freiheit.

        Gabe: Freiheit
                       Schatten: Opferdasein
         Siddhi: Freiheit

Fragen zur Kontemplation:

Wo bist Du Dein eigener ärgster Feind?

Über wen oder was beklagst Du Dich am meisten, genauer gesagt, wem oder was weißt Du die Schuld zu?

Wo fühlst Du Dich am meisten als Opfer? Sei ehrlich.

Auf welche Systeme oder Strukturen verlässt Du Dich oder hinter welchen versteckst Du Dich? Was würde wohl passieren, wenn Du sie losließest?

Denk zurück an eine Zeit in Deinem Leben, in der Du Dich frei und machtvoll fühltest. Wie würdest Du Deine Gesamteinstellung in jener Zeit beschreiben?

Verbringe einen ganzen Tag, ohne Dich zu beklagen oder jemanden zu beschuldigen. Schau was passiert.

Wahre Freude hat ihren Ursprung in Dir selbst und nicht im Außen.

Gabe: Bereicherung
   Schatten: Ablenkung
Siddhi: Trunkenheit

Fragen zur Kontemplation:

Zu was oder wem kannst Du schlecht Nein sagen?

Wo befindest Du Dich im Bereich übermäßigen Genusses? Wo leistest Du Selbstverzicht?

Fühlst Du Dich manchmal mürrisch und dumpf, wie innerlich ausgelaugt?

Bist Du häufig überstimuliert?

Was sind für Dich derzeit die stärksten Ablenkungen?

Denk darüber nach, wer und was Dein Leben wirklich bereichert?

Wann hast Du das letzte Mal das Leben von jemandem bereichert?

Wähle eine Deiner Lieblingsablenkungen aus. Gib sie für einen Tag auf und schau was passiert.

Jedes Mal, wenn Du Deiner Intuition traust oder eine intuitive Entscheidung fällst, hebst Du die Frequenz Deiner gesamten Aura an.

Gabe: Intuition
             Schatten: Unbehagen
  Siddhi: Klarheit

Fragen zur Kontemplation:

Ignorierst Du manchmal Deine Intuition oder sagts „ja“, bevor Du bereit bist, weil Du Angst hast etwas zu verpassen? Oder weil das Warten auf Klarheit sich zu unbehaglich anfühlt?

Verpasst Du wunderbare Gelegenheiten, weil Du Angst hast, Deinen Instinkten zu vertrauen und den Sprung ins Ungewisse zu wagen?

Fällt es Dir aufgrund von Sorgen, Zweifeln und Ängsten schwer, die Stimme Deiner Intuition zu hören?

Achte ganz besonders auf diese kleine leise Stimme in Dir, Dein klares und spontanes Wissen. Was sagt sie Dir gerade jetzt? Folge ihr am heutigen Tag, selbst wenn Dein Verstand dagegen aufbegehren sollte. Schau was passiert.

Ein Mehr an Lebensfreude bedeutet nichts anderes als ein Mehr an Freiheit.

Gabe: Lebensfreude
          Schatten: Unzufriedenheit
  Siddhi: Glückseligkeit

Fragen zur Kontemplation:

Hängst Du immer noch dem Glauben an, dass Du ein perfektes und friedliches Idyll in der Zukunft erschaffen kannst und musst, das dann bis zum Ende Deines Lebens Bestand hat?

Versuchst Du immer noch, eine längst vergangene Erfahrung der Freude zu reproduzieren?

Suchst Du außerhalb Deiner selbst nach Glück?

Inwieweit haben unbefriedigende Erfahrungen zu Deiner Entwicklung und Deinem Wachstum beigetragen? Inwieweit haben sie den Dienst beeinflusst, den Du leistest?

Wann hast Du Deine Lebensfreude gespürt oder einen Moment der Glückseligkeit erlebt?

Erstelle eine Liste der Dinge im Leben, mit denen Du unzufrieden bist. Auf welche Weise versuchst Du Unzufriedenheit aufzulösen oder zu vermeiden? Versuche einen Tag oder eine Woche lang, Unzufriedenheit auszuhalten, ohne etwas dagegen zu tun.

Wenn diese Herzöffnung eintritt, wird wahre Nähe geboren und zwei Menschen treffen sich in einem einheitlichen Bewusstsein.

Gabe: Intimität
              Schatten: Unehrlichkeit
         Siddhi: Transparenz

Fragen zur Kontemplation:

Hält Dich die Angst, von Deinem Partner verlassen zu werden, davon ab, ehrlich zu sein oder Dich noch mehr auf ihn oder sie einzulassen? Führt sie dazu, dass Du Deinen Partner verstärkt verführen oder zu kontrollieren suchst?

Sabotiert Deine Angst davor angebunden zu sein eine aktuelle (oder potenzielle) Beziehung? Schmiedest Du häufiger Fluchtpläne?

Fühlst Du Dich manchmal ausgeschlossen oder schließt Du Dich selbst aus Angst aus?

Verwundert es Dich manchmal, welche Menschen Du anziehend findest?

Denk zurück an eine Zeit, in der Du den Mut hattest transparent zu sein. Welche Wirkung hattest Du damals auf andere? Wie hast Du Dich gefühlt?

Schau Dir an, wie eng Deine Grenzen gesteckt sind, wenn es darum geht, anderen zu vertrauen. Wie kannst Du sie womöglich erweitern? Notiere Dir Deine Gedanken.

Damit Magie geschieht, bedarf es nur einer irgendwie gearteten Struktur und eines offenen Geistes.

             Gabe: Realismus
                       Schatten: Begrenzung
                    Siddhi: Gerechtigkeit

Fragen zur Kontemplation:

 Neigst Du dazu, vor Strukturen und Verpflichtungen wegzulaufen?

Hast Du Probleme gehabt, wahre Verbündete zu finden?

Bist Du selten an etwas Bleibendem beteiligt?

Hältst Du stark an Deiner eigenen Art zu denken und zu handeln fest?

Wärst Du ohne Strukturen in Deinem Leben verloren?

Wenn Du das Gefühl hast, zu begrenzt zu sein: Such Dir eine Struktur aus, an der Du starr festhältst und finde eine Möglichkeit, in dieser Woche etwas lockerer damit umzugehen.

Wenn Du eher unstrukturiert bist: Such Dir einen Bereich aus, in dem Du Probleme hast, diszipliniert zu sein und experimentiere damit, die Dinge durchzuziehen.

Denke über Deine positivsten Erfahrungen von Realität und Gerechtigkeit nach.

Kreativität ist die wichtigste Gabe, um die Menschen von ihrer Massenhypnose zu befreien.

Gabe: Inspiration
     Schatten: Psychose
           Siddhi: Unantastbarkeit

Fragen zur Kontemplation:

Verbirgt sich hinter Deiner Überzeugung, dass eine Philosophie, ein System oder ein Weg richtig ist, vielleicht eine tiefere Angst vor dem Unbekannten?

Fällt es Dir schwer, Dich zu entspannen, wenn Du die Antwort auf eine große „Warum?“- Frage nicht kennst? Versuche eine Zeit lang Dir keine Mühe zu geben, sie zu verstehen.

Hast Du aufgegeben herauszufinden, wer Du wirklich bist und woher Du stammst? Hast Du Angst, zu tief zu gehen? Suche Dir, eine für Dich ungewöhnliche Frage aus und fang an zu graben.

Hast Du schon einmal einen körperlich, emotionalen, Durchbruch wurde?

Intelligenz kommt aus dem Herzen, Intellekt aus dem Verstand.

Gabe: Präzision
       Schatten: Verstand
          Siddhi: Makellosigkeit

Fragen zur Kontemplation:

Fühlst Du Dich in den Details des Lebens gefangen, ohne die Möglichkeit einer kreativen Öffnung?

Fällt es Dir schwer, Deinen Verstand abzuschalten? Ist er ständig aktiv?

Kreist Dein Verstand häufig um die Fehler im Denken anderer Menschen?

Mache einen Herz-Spaziergang. Anstatt in die Welt hinauszublicken und die Fakten zu konstatieren, versuche die Seele des Ganzen zu spüren. Hör den Bäumen zu. Fühl Dich in die Menschen ein. Achte darauf, wie diese Erfahrung sich auf die Art Deines Fühlens und Kommunizierens auswirkt. Sei offen für Überraschungen, wenn Du Dich mit Deiner wahren Intellienz verbindest.

Der logische menschliche Verstand ist einfach nicht darauf ausgelegt, sich in Bezug auf irgendetwas sicher zu sein, es sei denn es handelt sich um ein Paradoxon.

             Gabe: Erkundung
             Schatten: Zweifel
             Siddhi: Wahrheit

Fragen zur Kontemplation:

 Quälen Dich Selbstzweifel? Lösen Deine Selbstzweifel Angst aus? Kannst Du deshalb oft nachts nicht gut schlafen?

Hegst Du öfter Misstrauen gegenüber den Menschen in Deinem Leben? Fragst Du Dich, welche Motive und Hintergedanken sie verfolgen? Führt dies dazu, dass andere Dir gegenüber in die Defensive gehen?

Auf welche Weise könnte Deine Gabe der Erkundung der Welt dienen? Wo hat sie sich bereits als nützlich erwiesen?

Was bedeutet Wahrheit für Dich? Wie hat sich Dein Verhältnis zur Wahrheit über die Jahre hinweg verändert?

Versuche einmal einen Tag lang, Deine Selbstzweifel anzuzweifeln. Beobachte, was passiert und notiere Dir Deine Gedanken. 

Wenn Du zulässt, dass Dein Schmerz oder der Schmerz der Welt künstlerisch ausgedrückt wird, dann ist das wahre Alchemie.

          Gabe: Vorstellungskraft
          Schatten: Verwirrung
          Siddhi: Erleuchtung

Archetyp 64 - Vorstellungskraft

von Claudia Schwab

Fragen zur Kontemplation:

 Auf welche Weise vermeidest Du es, Schmerz und Verwirrung zu spüren? Indem Du Dich anpasst? Zu viel denkst? Dich ablenkst? Wütend wirst?

Wo hältst Du noch mit Deinem Anderssein hinter dem Berg?

Auf welche Weise fördern Deine jetzigen Beziehungen, dass Du Dich nicht so zeigst, wie Du bist?

Denk zurück an eine Zeit, in der Du Deiner Vorstellungskraft freien Raum gelassen hast?

Was verursacht gerade im Moment am meisten Schmerz oder Verwirrung? Finde einen Weg, Deinen Schmerz, Deine Angst oder Deine Verwirrung kreativ zu äußern. Es muss keine große Kunst werden. Es sollte vor allem ehrlich sein.